Bericht: FC Augsburg vs. Hamburger SV – 27.4.2014

Bericht: FC Augsburg vs. Hamburger SV – 27.4.2014

Servus Augschburger!

Abstiegskampf! Schon im dritten Jahr in Folge spielt der FCA eine entscheidende Rolle, wer runter muss oder die Chance bekommt, es besser zu machen. Mit dem Unterschied, dass wir im Tabellenmittelfeld stecken, und indirekt entscheiden können, wer absteigt oder drin bleibt. Sicherlich hat jeder seinen eigenen „Liebling“, den man am meisten in Liga 2 sehen würde. Dementsprechend könnte man das ganze einfach sportlich sehen, sprich wir gewinnen, oder wir leisten der anderen Hilfe, wie damals Jena. Vorteile hätte beides…

20140427_163416 - KopieDa bekanntlich im Rasen der Wurm drinsteckt, dachte sich wohl das Wetter, dass Regnen dem ganzen noch einen besseren Effekt verleiht. So ging es bei besten schlechtesten Fußballwetter ins Stadion, welches heute endlich wieder (richtig, also mit Augsburgern) ausverkauft ist. Vor Spielbeginn gab es eine Schweigeminute/Moment für den kürzlich verstorbenen Josef Wagner. Über die Art und Weise der Darstellung, warum nicht direkt vor Spielbeginn, etc., kann man sicherlich streiten. Zumindest hat man, auch bei den Toren während des Spiels, deutlich versucht ihm dem wohlverdienten Respekt entgegen zu bringen. Apropos Respekt: Über die Hamburger kann man denken, wie man will, grundsätzlich sehe ich sie als eher sympathischer Haufen in Fußball-Deutschland. Das die aber die ganze Zeit, inklusive während des Clips, ohne Ankündigung geschwiegen bzw. teilweise sogar geklatscht haben, zeugt vor sehr großen Respekt und einer richtigen Mentalität. Hut ab!

Schon von Spielbeginn an merkte man, dass unsere Männer es besser machen wollten, als in den 2 Spielen zuvor. Sofort wurde der typische Angriffsfußball, den unsere Equipe dieses Jahr auszeichnete, nach vorne gespielt. Und nach keinen 10 Minuten schepperte es durch Altintop im gegnerischen Tor! Danach verflachte ein bisschen das Spiel, schließlich musste Hamburg hier gewinnen, welches jedoch in der Offensive zu durchschlagsarm spielte. Nichtsdestotrotz wurden die Hanseaten besser, und genau in diesem Moment schlug Altintop das zweite mal zu! 2:0! Kurz danach leistete sich der Ex-Nationalkeeper Adler einen dicken Patzer, in dem er artistisch einen Distanzschuss von Hahn in den eigenen Kasten lenkte. Die Sache war durch. Denkste! Vor der Pause konnten die Hamburger nochmal durch einen Freistoß verkürzen.

20140427_163429 - KopieIn den zweiten 45 Minuten war es teilweise ein völlig anderes Bild. Beide Mannschaften mit wesentlich mehr Torschüssen. Waren unsere Jungs in der ersten Halbzeit brutal effektiv, verknallten sie nun – genau so wie die Hamburger – sämtliche Chancen. Am Ende war dennoch das Ergebnis absolut gerecht. Tja, für Hamburg sieht es düster aus. Und Braunschweig und der Glubb freuen sich, dass wir sie am Leben halten. Naja, freut euch nicht zu lange 😉 Schön übrigens zu sehen, dass sich der Bald-Ex-FCA´ler Hahn noch mal so richtig Power gab, und die seit langem beste Leistung gezeigt hat.

Auf den Rängen merkte man, dass es für uns um fast nichts mehr geht. Die Luft ist draußen, die Power, Leidenschaft, Emotionen, etc. Alles fehlt. Leider. Man spürte auch, dass der Capo mit dem heutigen aktiven Haufen machen konnte, was er will, so wirklich zum Ausrasten brachte er die Meute nie. Abgesehen von den letzten 15 Minuten, und hier und da ein eher bescheidener Auftritt, der aber im Anbetracht des aktuellen Tabellenstands nicht wirklich verwundert oder enttäuscht. Wenn´s drauf ankommt, MÜSSEN wir da sein!

20140427_163414 - KopieZu den 3000 Mann-starken Anhängen aus der Hansestadt braucht man nichts schreiben. Die ersten 5 Minuten waren gut, nach dem 1:0 kam so gut wie gar nichts mehr bei uns, spätestens nach dem 2:0 war der Gästeblock lahmgelegt. Man kann jetzt darüber streiten, ob es an der Enttäuschung liegt, oder sonstige Gründe hat. Wäre es aber in so einem Moment nicht sinnvoller, die Mannschaft stimmlich zu stärken, anstelle sie mit Nichtbeachtung zu bestrafen?

Bei strömenden Regen durfte man noch feststellen, dass Glückwünsche aus der halben Liga Richtung FCA einschlugen. Danke dafür. Nur weil ihr es selber nicht auf die Reihe kriegt, die Klasse zu halten… 😉

NUR DER FCA!!!

SC1907 Treff-Ergebnis, oder „viel Lärm um Nichts?“

Servus Augschburger!

Viele haben es mitgekriegt, die meisten sogar live im Stadion: Irgendetwas stimmt aktuell nicht. Keine Supportkoordination, kein Fahnengeschenke, oder kurz: Die Stimmung ist am Tiefpunkt. Dies stellte wohl auch die Vereinsführung fest, und da man ein Spitzenprodukt wie eben eine 1.Liga-Mannschaft schlecht ohne Stimmung vermarkten kann, wurde nun eilig eine „SC-Cafe-Special“-Treffen öffentlich ausgerufen.

Am Anfang war… nichts?

Eingeleitet wurde die Zusammenkunft durch Fanbeauftragter Edin, der die ganzen Hintergründe mehr oder weniger ausführlich zusammenfasste. Die Meinung vieler, dass die aktive Szene die Stimmung aufgrund den Repressionen wegen den „Tätlichkeiten“ in Mainz „boykottiert“ (was sie ja im Prinzip gar nicht tat), wurde direkt mal niedergeschmettert, in dem der FCA-Angestellte selbst bestätigt, dass von den Augsburgern keine Gewalt ausging. Tja, nur schade dass genau die Leute, die sich darüber lautstark beschwert haben, so gut wie keiner da war. Das zeigt mal wieder, dass sich im Internet über andere Gruppen auszukotzen wohl doch ein bevorzugtes Mittel ist, da man hier keinerlei Konsequenzen zu erwarten hat. Überhaupt war die Beteiligung mal wieder FCA-Fantypisch: Von den anwesenden Personen (das Zelt war gut gefüllt, ich schätze mal 200 Leute) waren ca. 80 Prozent der aktiven Szene zuzuordnen. Und selbst die restlichen 20 Prozent machten nicht den Eindruck, als würden sie die Argumente bzw. Gründe der Legio Augusta nicht verstehen.

Der Heilsbringer – Reloaded

Man konnte wirklich rätseln, warum überhaupt nun dieses Treffen stattfand. Klar: Das „Bullen Schweine“ Transparent gegen München war der Auslöser. Aber wieso? Eine strafrechtliche Relevanz war nicht gegeben. Und dennoch verließ es den FCA, die Repressionen, inklusive Kollektivbestrafung für alle, auszusprechen. Und hier kommt Heilsbringer Seinsch ins Spiel: Das Stadion in Augsburg sei laut seiner Aussage kein rechtsfreier Raum – und anscheinend mache ihm die DFL für solche Spruchbänder die Hölle heiß – nur um 5 Minuten davor alle im Raum zu überzeugen, dass die Bullen es im Prinzip nicht anders verdient gehabt haben. Ich frage mich nur: Warum? Wieso macht Seinsch, der wieder seine Anti-Polizisten-Haltung bestätigte, kein öffentliches Statement über die Polizeigewalt in Mainz? Ja, die Legio hätte auch öffentlich, auf der Vereinsseite, eine Meldung herausgeben können. Wäre es aber nicht – vor allem medial – besser gewesen, eine Person höheren Ranges würde sich über die Polizei beschweren? Stattdessen „muss“ nun der Verein die betroffene Gruppe bestrafen, und falls es nochmal vorkommt, Ihnen den Fancorner entziehen womit dann die Leitung jemand anders übernehmen müsste.

Deutsche Sprache – verdammt schwere Sprache!

Moment mal? „Die Leitung jemand anders übernehmen?“ Kein Fancorner-Entzug für alle? Ja – was sich im Statement des FCA so anhörte, als würden dadurch alle bestraft werden, sollte eigentlich „nur“ der betroffene Fanclub den Fancorner entzogen werden, und alle andere dürfen den weiterverwenden. Deutsche Sprache, schwere Sprache – ich kann ein Lied davon singen. Man braucht nicht Drumherum reden: Es war einfach nur eine simple Ausrede des Vereins, um die Wogen möglichst schnell zu glätten. Überhaupt könnte man meinen, dass die gesamte Veranstaltung ein Schmusekurs Richtung Ultras war, wurde doch etliche Male versichert, man könne verstehen warum die so ein Spruchband gezeigt haben, und dass die Bullen halt doch Schweine sind (auch wenn es nicht so gesagt worden ist). Und da – wie schon geschrieben – absolut keine negative Stimme gegen den Stimmungsverzicht da war (ausgenommen eine, die aber nicht wirklich relevant ist, aber dennoch kritisch zu betrachten ist), könnte man meinen das dieses Treffen ein absoluter Erfolg war.

Und nun?

Und dennoch gab es keine richtige Einigung. Eigentlich hätte der Verein nur sagen müssen: Okay, wir streichen die Kollektivbestrafungen, und es passt wieder alles. Stattdessen wird vermieden, dass genau dieser Satz fällt, nur um im darauffolgenden Satz die Ultras anzubetteln, sie mögen doch wieder für Stimmung sorgen. Klar, der Verzicht würd es nicht ewig geben, selbst wenn die Strafen bleiben sollten. Und dennoch wäre hier ein klares Statement des Vereins ein positives Zeichen gewesen. Und nun? Ich vermute einfach mal, dass der Verein Einsicht hat, und am Sonntag wieder Stimmung im Stadion ist. Wäre schade für die Saison, wenn sie so zu Ende gehen würde, und beide Seiten haben sicherlich den Eindruck gemacht, als wollte man einen gemeinsamen Nenner finden. Nichtsdestotrotz bleibt das mulmige Gefühl übrig, dass der Verein die ganze Situation anders hätte angehen müssen: Ein klares Statement gegen die Polizei in Mainz – und es hätte nie das Spruchband und dieses Treffen geben müssen!

Bericht: FC Augsburg vs. Hertha BSC – 19.4.2014

Servus Augschburger!

20140419_163425 - KopieKonnte man anfangs sich noch stark für das Spiel begeistern – Wiedersehen mit den alten Spielern und Trainer, immer noch eine realistische Chance auf die UEFA-Cup-Plätze und vor allem ein machbarer Gegner – sank das Interesse für das Spiel, zumindest bei mir, ziemlich schnell auf einen absoluten Tiefpunkt. Der Grund: Das Nichtorganisieren des Supports durch die Ultras.

Um es vorne weg zu nehmen: Grundsätzlich bin ich schon eher Pro Ultras, auch wenn ich nicht alle Aspekte allgemein betrachtet gutheiße (und damit meine ich nicht das ach-so-böse Pyro, sondern mehr dieses Spielunabhängige Dauer-Sing-Sang). Fakt ist aber auch, dass Ultras grundsätzlich nicht die Engel auf Erden sind. Das dies aber auch nicht die Bullenschweine sind, sollte jedem klar denkenden Menschen bewusst sein. Da ich in Mainz nicht direkt dabei war, kann ich mir auch keine Meinung darüber bilden. Dass der Bericht der Polizei aber sicherlich nicht so den Tatsachen entspricht, dürfte jedem bewusst sein. Ob jetzt die dazugehörigen Spruchbänder der LA passend sind oder nicht, dürfte Geschmacksache sein. Ich für mein Empfinden sehe da gar kein Problem, mal abgesehen davon das vom höchst-kritischen Spruchband „BULLEN SCHWEINE“ mehrere Interpretationsansätze vorhanden sind. Was wollten die uns damit mitteilen? Eine Auflistung mehrere Tiere, im Sinne von „Bullen, Schweine, Stiere, Ochsen“? Ich lese da nur zwei Wörter, untereinander geschrieben, ohne Bindestrich, die anscheinend zwei Tiere bezeichnen. Wie Ihr sieht: Nicht wirklich kritisch, nicht wirklich problematisch.

20140419_163408 - KopieJedoch sah dies die Vereinsführung anders. Sehr viel anders. Das der Verein vorab den Kurvenflyer und die Spruchbänder überprüfen will, ist zwar eine ziemlich starker Einfluss in die freie Meinungsäußerung, aber um ehrlich zu sein, dass war zu erwarten. Kritisch wird es aber direkt schon damit, dass bei Verstoß dagegen, z.B. durch das Einschmuggeln solcher Spruchbänder, direkt mit Stadionverbot gedroht wird. Soll das der Ernst sein? So kann man natürlich auch jede Kritik, egal ob gegen Verein oder Verband, verhindern. Doch damit nicht genug: Sollte es nochmal zu einem „Zwischenfall“ mit den Polizisten kommen, wird – ähnlich 2011 – die große Repressionskeule geschwungen: Fancorner, Selbstverwaltung, Kurvenflyer – alles weg!  Spätestens hier muss eigentlich jedem klar werden, dass der Verein die alleinige Schuld in Mainz den Fans zuschiebt, und nicht den ach so guten Bullen! Bitter, und das vom eigenen Verein. Und direkt noch die Androhung hinterher, falls nochmal was sein sollte, muss JEDER dafür büßen! Wunderbar, Kollege Vollsuff rempelt stockbesoffen ´nen Polizisten an – Fancorner weg! Einer baut scheiße, alle werden bestraft. So etwas darf nicht sein!

20140419_172435 - KopieUnd nun kommt der heutige Spieltag ins Spiel: Ein Zeichen muss gesetzt werden, ohne jedoch sich selbst noch weiter in die Scheiße reiten zu können. Und dementsprechend wurde heute von den Ultras und auch größtenteils der aktiven Szene geschwiegen. Sicherlich ein harter Schritt. Jedoch auch einer, den man nicht übersehen bzw. überhören kann. Ob man jetzt damit die Mannschaft bestraft, die anderen Fans oder am Ende doch sich selbst, weil man gehemmt ist zum Supporten, sei mal dahingestellt. Die Saison ist gelaufen, Europa-League… nein Danke. Der perfekte Zeitpunkt ist nun da. Daher kann man der Legio bei diesem Schritt nur gratulieren. Alles richtig gemacht.

Doof nur, dass Eventfan 1 bis 27500 damit alles andere als begeistert war, schließlich ist ein Fußballspiel ohne Stimmung wie ein Spiel in Hoffenheim: Einfach scheiße. Dementsprechend negativ waren auch die Äußerungen, die während dem Spiel und danach im Internet losgelassen wurde. Da von denen eh keiner den Mumm hat, dies auch direkt den betroffenen Personen, in diesem Fall die Ultras, mitzuteilen, sind die eh nicht der Rede wert. Mit Argumente a´la „die MÜSSEN doch supporten“ oder „die sind Schuld das es keine Stimmung gab“ disqualifiziert man sich eh nur selbst…

Kurz nachgeschlagen, aktuell schon jetzt die Standartlänge eines Spielberichts geschrieben, und noch kein Wort über das Spiel selbst erzählt. Also flott durchgehaut: Endergebnis 0:0, ein Sieg wäre für beide Mannschaften nicht wirklich verdient gewesen. Hertha in Halbzeit 1 klar überlegen, wir dafür in Halbzeit 2, wobei die Berliner am Ende sichtlich zufrieden mit diesem einen Punkt sind. Schön, dass bei der Mannschaftsaufstellung der Hauptstädter die alten Spieler plus Trainer bejubelt wurden, unschön das beim Auswechseln von Ndjeng gepfiffen wurde – was habt ihr erwartet? Das er absichtlich ein Eigentor für uns schießt? Auch Daumen hoch dafür, dass Weinzierl anfangs den möglicherweise Bald-Nationalspieler auf der Bank schmorren ließ.

Stimmung auf unserer Seite… siehe Oben. Außer 30-Sekunden Gesänge und Pfiffe gegen die eigene Mannschaft kam nichts. Doch, eine Choreo im O-Block. Sollte sie vom Verein durchgeführt worden sein: Haha! Wenns von irgendein Fanblock im O war: Naja, war in Ordnung, aber toll sieht das jetzt nicht gerade aus… Habt aber ja noch 2 Mal die Gelegenheit zu zeigen, wie man richtig Stimmung und Choreso macht, ohne die Ultras. Viel Glück dazu.

20140419_171734Die ca. 2000 Gäste aus Berlin hinterließen die ersten 5 Minuten einen guten Eindruck. Das Einhaken war hübsch, auch wenn ich es sehr schade fand, dass nicht alle mitgemacht haben. Danach ging die Lautstärke deutlich bergab, so dass man am Ende nichts mehr vom Gästeblock mitbekam. Schade, hätte nach dem sehr guten Heimauftritt der Berliner wesentlich mehr erwartet.

Nach dem Spiel durfte man sich noch etliche „Beschwerden“ gegen die Ultras anhören, was denn ihnen einfiele, keine Stimmung zu machen. Unglaublich, wie niedrig der IQ der eigenen Fans(!!!) manchmal sein kann… Immerhin kann ich mir nun bis zum Ende der Saison die Videos sparen.

NUR DER FCA!!!

Bericht: TSG Hoffenheim vs. FC Augsburg – 13.4.2014

Die Saison ist gelaufen! Mit 15 Punkten Vorsprung auf Platz 16 können wir nicht mehr absteigen! Damit sind wir offiziell auch nächstes Jahr ERSTKLASSIG!

20140413_155727 - KopieSo, das das war´s mit den positiven Worten. Kommen wir nun zu dem Spiel von gestern: Nach einer kurzen… erreichten wir das Kaufhaus an der Autobahn. Wem das gehört? Keine Ahnung. Steht ja auch mitten im Nichts.

Da anscheinend verkaufsoffener Sonntag war, standen schon etliche FCA´ler, um die 2000, vor dem Teil. Aber warum davor? Anscheinend wollte niemand herein. Berechtigt, wie es sich am Ende herausstellte, war das Teil von Innen eine neumodische Arena, der Gästeblock, vom Aufbau her, katastrophal. Und da wir, selten kommt´s vor, gefühlt den ganzen Stehbereich ausfüllten, kletterten etliche sportliche Augsburger einfach nach oben auf den Sitzplatzbereich! Blocksturm der etwas anderen Art!

20140413_172409 - KopieIrgendwann „peitschte“, besser gesagt „stöhnte“ der Stadionsprecher das Publikum dazu, zur „Hoffenheim-Fanhymne“ mitzusingen. Mit durchschlagendem Erfolg. Das erste Mal richtig laut wurde es im Rund, als die Baden-Hymne gespielt wurde: Ein gähnendes Pfeifkonzert vom Gästeblock! Kurz darauf stellte man noch bewundert fest, dass jeder Spieler der Hoffenheimer denselben Nachnamen hat, und dann wurde auch endlich fußballgespielt.

Und wie! Zumindest die ersten 2 Minuten, als Mölders das Ding eigentlich versenken musste. Scheiß drauf, solange er gegen Bayern trifft, ist alles top. Überhaupt kann man das Spiel mit „scheiß drauf“ abschließen. Hoffenheim geht, natürlich, durch einen direkten Freistoß in Führung. Und wenn das nicht schon genug wäre, schossen die blau-weißen auch noch durch eine Slapstick-Einlage ein weiteres Tor. Hälfte Zwei fürs Archiv: Wir hätten noch Stunden weiterspielen können, das Tor wäre so oder so nicht mehr gefallen. 20140413_185436 - KopieZugegeben, Grahl im Tor der TSG hielt überragend. Dennoch sollte man die einen oder anderen 100 % schon verwandeln. Aber „scheiß drauf“! Die Leistung (abgesehen von DEM einen oder anderen) hat gestimmt. Klassenerhalt ist gesichert. Und auch wenn es mit der Champions-League dieses Jahr nichts wird: Saison wird, nein MUSS als Erfolg abgehackt werden!

Vielleicht habe ich Vorwort bisschen übertrieben. Nicht alles war negativ. Die hohe Anzahl an schwäbische Schlachtenbummler war absolut überzeugend, und auch der Support, bis auf manche Stellen, war zufriedenstellend. Gerade das in Hälfte zwei im Vergleich zu den ersten 45. Minuten kaum schwächer war, ist super, auch wenn die Mitmachquote insgesamt hätte höher sein können. War okay.

20140413_183407 - KopieHoffenheim: Optisch pfui, Zaunfahnen – zumindest die wo hingen – hässlich, gehört hat man sie eh nicht und der Stadionsprecher geht einen auf die Nerven. Scheißverein, mit einem extrem beschissenen Besitzer!

Rückfahrt: Trauerstimmung! Normal. Aber scheiß drauf!

NUR DER FCA!!!

Vorbericht: TSG Hoffenheim vs. FC Augsburg – 13.4.2014

Servus FCA-Fans!

Tja, Hoffenheim. Würde ich jetzt subjektiv beschreiben, was den 1500 schwäbischen Kriegern morgen dort erwartet, endet das ganze hier eh nur in Hasstiraden. Daher versuche ich doch, das gemäßigt hier runter zuschreiben:

Das Stadion liegt direkt an der Autobahn. Logisch. Wenn Ihr euch fragt, wo denn dieses Hoffenheim liegt, schaut auf Google Maps nach. Da wurden laut meinem Kenntnis-Stand letztens sämtliche Dörfer in Deutschland eingetragen. Sehen werdet ihr es dementsprechend nicht, hab gehört dass es da außer Schweine und Rentner eh nichts zu sehen gibt.

Gästeparkplätze – zumindest für Busse – befinden sich direkt vor dem Gästeeingang. PKW-Fahrer müssen den normalen Parkplatz verwenden, und einmal komplett um das Stadion – sorry Arena – ach ne, „Werbefläche“ laufen, um zum passenden Eingang zu kommen. Die Kontrollen sind, wie zu erwarten, katastrophal: Behält am besten alles im Auto, rein genommen werden darf sowieso nichts (Schlüssel!!!…), und kontrolliert wird alles, auch die Geldbeutel.

Im Gästegefängnis kann mit Bargeld bezahlt werden. Bier ist – auch wenn es (bisher) nicht dran stand, Alkoholfrei. Finger weg davon! Zum restlichen Essen kann ich nichts schreiben, will mich ja schließlich nicht vergiften lassen.

Das komplette Stadion – ach schon wieder falsch, ich meine Schwimmbecken – ist übrigens komplett Blau-Weiß gehalten. Ist das nicht unsere Lieblingsfarbe? So tolle Sachen kann man damit verbinden… 1859… Schalke… Da reiht sich Hoffenheim definitiv nahtlos ein! Mit ein bisschen „Nachdruck“ könnt Ihr euren Stehplatz übrigens auch in ein Sitzplatz umwandeln, für die Pause eine praktische Sache!

Auf der Gegenseite ist federführend in Sachen Stimmung der Stadionsprecher. Unterstützung findet dieser durch den heimischen Chor und der Dorf-Kapelle.

Lasst den Bauern zeigen, wie Stimmung geht! Mannschaft nach Vorne peitschen, Hopp ebenfalls durchpeitschen!

Mein Tipp: 2:1 für uns!

NUR DER FCA!!!

Bericht: FC Augsburg vs. FC Bayern München – 5.4.2014

20140405_163211 - KopieEs gibt gute Tage und schlechte Tage. Dann gibt es noch die Tage, die schlecht beginnen, sich aber steigern und steigern, und am Ende einen Punkt erreichen, bei dem man erstaunt feststellen muss: HEUTE IST EIN VERDAMMT GEILER TAG!!!

Aber von vorne: Mit den üblichen „gegen die haben wir eh keine Chance“-Feeling ging es Richtung Schwabenstadion. Problem 1: Mehr „Bayern“-„Fans“ in der Straßenbahn als Augsburger. Daraus resultierend Problem 2: 30 Minuten durchgehend Bayern-Gesänge. Und zwar die, der nervigsten Sorte.

Anscheinend herrschte beim Stadion auch schon der Ausnahmezustand: Extra lange Schlangen, resultierend aus extra ausgiebigen Kontrollen. Warum? Beim Eingang vor dem Familienblock? Was sich da unsere Vereinsvertreter ausgedacht haben, bleibt wohl ein 20140405_170500 - KopieGeheimnis. Immerhin, konnte man so durch das Warten vor dem Stadion die Drecks-Hymne der Bauern umgehen. Ach ne, gefühlt immer noch mehr Münchner als Augsburger. Die lautstark ihre Hymne singen. Danke dafür…

 Irgendwann, nach einer halben Ewigkeit, wurde endlich das Spiel angepfiffen. Bayern laut Medienberichte mit einer „C-Mannschaft“ (Schweinsteiger? Kroos? Raus mit denen aus der Nationalmannschaft, A-Player rein! Baier! Werner!), wenn man es so bezeichnen will, wir dank Ausfälle / Sperre auch. Doch das merkte man absolut gar nicht! Im Gegensatz zu viele andere Mannschaften gingen unsere Spieler direkt drauf, machten(!) das Spiel im eigenen Stadion und zwangen Bayern in den ersten 45 Minuten eigentlich überwiegend nur in deren Defensive! Sauber! Und dann die 31. Minute. Auch wenn es vielleicht hart ist, man kann diesen Moment fast schon auf einer Ebene stellen wie das Tor vom Hain im Mai 2011: Baier klaute einen Roten die Kugel, Pass auf Mölders, der alleine vor Neuer… drin! Das ganze Stadion am Ausrasten, Literweise Bier in der Luft, wahrscheinlich der lauteste Moment im Schwabenstadion seit dem gehaltenen Elfmeter von Manninger gegen Fürth. Selbst danach bis zur Halbzeitpause waren wir, der kleine FCA, das bessere Team.

20140405_172858 - KopieDas dies wohl so für uns nicht weiterlaufen wird, war jeden klar. So wunderte es wohl niemanden, dass in Halbzeit Zwei München Rot wesentlich mehr Druck, dank mehrerer ihrer A++-Spieler, machte. Nun war das Spiel das genaue Gegenteil der ersten Hälfte: Wir hinten drin, Bayern überwiegend im Ballbesitz. Doch an so einen Tag, klappt nun fast alles. Zwar hätte man das Spiel schon vorzeitig endscheiden können, dennoch lies man im eigenen Strafraum, abgesehen von einem Pfostentreffer, fast nichts zu. Die Zeit tickte langsam runter… und langsamer… und langsamer. 3 Minuten Nachspielzeit, die gefühlt 10 Mal so lang dauerte. Die Anspannung im Stadion, gerade bei den Älteren, war deutlich zu spüren. Können wir, die Rekordserie der Bayern brechen? JA! Schlusspfiff, 1:0 gewonnen! Unglaublich. Traumhaft. Genial. Wieder ein Erlebnis, das Geschichte schreiben wird!

Die Stimmung auf den Rängen bei uns, lässt sich einfach beschreiben: Extrem emotional! Am Anfang brachial, dann mal durchwachsen, zum Ende der Zweiten Halbzeit überragend. Wie länger das Spiel ging, desto angespannter war jeder, was man auch überall spüren konnte. Dabei war die Stimmung ziemlich spielbezogen, kein Dauer-Sing-Sang, sondern Gepöbel, Pfeifen, Pushing, etc., so wie es sich gehört!  Im Großen und Ganzen absolut zufriedenstellend! (Auf optische Elemente wurde aufgrund der Ereignisse in Mainz verzichtet)

20140405_163215 - KopieDer Münchner Anhang sah zwar gelegentlich ganz nett aus, gesanglich war es aber relativ bescheiden. Bis auf ein paar Momente kam nichts beim Heimblock an, immerhin das Fahnengeschwenke war recht ansehlich.

Und wie kann der Tag noch besser werden? Richtig: Alle Münchner sind ruhig bei der Rückfahrt, und nur der FCA ist am Feiern!

NUR DER FCA!!!