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Bericht: Hertha BSC vs. FC Augsburg – 28.2.2015

Servus Augschburger!

Zynisch betrachtet könnte man sagen: Unsere Mannschaft hat es uns auf den Rängen gleichgetan. Netter gesagt: Bemüht, 90 Minuten gekämpft – aber verdientermaßen ohne Ertrag.

20150228_172502 - KopieMit dem Zug ging es Richtung Bundeshauptstadt, und die Bahn wäre schließlich nicht DIE Bahn, wenn sie nicht Stunden Verspätung hätte. Gut, dass man aber schon ein Tag vorher raufgefahren ist…

Am Spieltag selber gibt’s nicht viel zu schreiben. Das Stadion gehört meiner Meinung nach immer noch zu dem schönsten in Deutschland, trotz Modernisierungen. Nur die Sitzplätze stören, auch wenn es hier und da seine Vorteile hat („Auf die Knie…“). Was aber überhaupt nicht ging: Die Zuschauerzahl: In einer 3,5 Millionen-Stadt kommen nur 36.000 Zuschauer? Ernsthaft? Das ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu unterbieten! Gut, knapp 1000 Augsburger sind jetzt auch nicht die Welt, aber vor 4 Jahren ging das aber deutlich schlechter (allerdings 4 Monate zuvor auch viel besser!).

20150228_174411 - KopieZum Spiel selbst braucht man nicht viel schreiben: Des war einfach nichts! Berlin stand 90 Minuten defensiv hinten drin, ohne den Mut zu haben irgendetwas nach vorne zu tun, während unsere 11 Männer daran scheiterten, die wiederaufgebaute Berliner Mauer zu überwinden. Es wäre jetzt einfach, den Berlinern eine destruktive Spielweise zuzuschreiben, aber im Abstiegskampf ist das durchaus ein legitimes Mittel, und wenn man das Spiel betrachtet, war dies auch mehr als erfolgreich. Denn 2 Minuten vor Schluss patzte bei einem Einwurf unsere komplette Hintermannschaft komplett, so dass Kalou das 1:0 für die Herthaner machen konnte. Glücklich, möglicherweise sogar unverdient, aber immerhin haben die ihre Chancen genutzt, und wir nicht. Und mal ehrlich: Die letzten Spiele zeigen perfekt, warum Europa-League uns nur schaden würde. Denn wenn wir sogar diese Spiele verlieren, bestehen wir mit viel Pech nicht einmal die Quali-Runde…

Selbe Bild bei uns im Block: Über 90 Minuten bemüht, über 90 Minuten kam leider nichts brauchbares Zustande. Zumindest akustisch. Optisch war der Gästeblock, dank den vielen Fahnen, sehr bunt, was wenigstens etwas ist. Aber hier, noch ein Grund warum Europa-League schlecht wäre: Sitzplätze. Während der aktive Haufen steht, hockt außen rum der Rest und „schaut“ Fußball. Dieses Bild, im M-Block… ich will mir das gar nicht vorstellen…

20150228_172536 - KopieDer Auftritt der Berliner, abgesehen von der Besucheranzahl, war solide. Hier und da war es ziemlich laut, ab und zu sah es auch optisch gut aus. Über 90 Minuten betrachtet war die Leistung aber eher mittelmäßig, wenn auch gute Tendenzen vorhanden war.

Nach Schlusspfiff war die Stimmung, wie zu erwarten, im Keller. Schließlich haben wir grad ein immens wichtiges Spiel um den Klassenerhalt… Moment. Findet den Fehler selbst.

NUR DER FCA!!!

„Kurz“-Bericht: FC Augsburg vs. Hertha BSC – 28.9.2014

20140928_172233 - KopieServus Augschburger,

ja, mit einer etwas größeren Verzögerung als sonst ( :> Faulheit… und man wird langsam alt) kommt hier der Kurzbericht vom  Spiel gegen Hertha:

Luhukay geschlagen, Luhukay weint! Wie ist egal, und auf den Rängen geht der Sieg auch knapp ins Schwabenland!

NUR DER FCA!!!

( 😀 )

Bericht: FC Augsburg vs. Hertha BSC – 19.4.2014

Servus Augschburger!

20140419_163425 - KopieKonnte man anfangs sich noch stark für das Spiel begeistern – Wiedersehen mit den alten Spielern und Trainer, immer noch eine realistische Chance auf die UEFA-Cup-Plätze und vor allem ein machbarer Gegner – sank das Interesse für das Spiel, zumindest bei mir, ziemlich schnell auf einen absoluten Tiefpunkt. Der Grund: Das Nichtorganisieren des Supports durch die Ultras.

Um es vorne weg zu nehmen: Grundsätzlich bin ich schon eher Pro Ultras, auch wenn ich nicht alle Aspekte allgemein betrachtet gutheiße (und damit meine ich nicht das ach-so-böse Pyro, sondern mehr dieses Spielunabhängige Dauer-Sing-Sang). Fakt ist aber auch, dass Ultras grundsätzlich nicht die Engel auf Erden sind. Das dies aber auch nicht die Bullenschweine sind, sollte jedem klar denkenden Menschen bewusst sein. Da ich in Mainz nicht direkt dabei war, kann ich mir auch keine Meinung darüber bilden. Dass der Bericht der Polizei aber sicherlich nicht so den Tatsachen entspricht, dürfte jedem bewusst sein. Ob jetzt die dazugehörigen Spruchbänder der LA passend sind oder nicht, dürfte Geschmacksache sein. Ich für mein Empfinden sehe da gar kein Problem, mal abgesehen davon das vom höchst-kritischen Spruchband „BULLEN SCHWEINE“ mehrere Interpretationsansätze vorhanden sind. Was wollten die uns damit mitteilen? Eine Auflistung mehrere Tiere, im Sinne von „Bullen, Schweine, Stiere, Ochsen“? Ich lese da nur zwei Wörter, untereinander geschrieben, ohne Bindestrich, die anscheinend zwei Tiere bezeichnen. Wie Ihr sieht: Nicht wirklich kritisch, nicht wirklich problematisch.

20140419_163408 - KopieJedoch sah dies die Vereinsführung anders. Sehr viel anders. Das der Verein vorab den Kurvenflyer und die Spruchbänder überprüfen will, ist zwar eine ziemlich starker Einfluss in die freie Meinungsäußerung, aber um ehrlich zu sein, dass war zu erwarten. Kritisch wird es aber direkt schon damit, dass bei Verstoß dagegen, z.B. durch das Einschmuggeln solcher Spruchbänder, direkt mit Stadionverbot gedroht wird. Soll das der Ernst sein? So kann man natürlich auch jede Kritik, egal ob gegen Verein oder Verband, verhindern. Doch damit nicht genug: Sollte es nochmal zu einem „Zwischenfall“ mit den Polizisten kommen, wird – ähnlich 2011 – die große Repressionskeule geschwungen: Fancorner, Selbstverwaltung, Kurvenflyer – alles weg!  Spätestens hier muss eigentlich jedem klar werden, dass der Verein die alleinige Schuld in Mainz den Fans zuschiebt, und nicht den ach so guten Bullen! Bitter, und das vom eigenen Verein. Und direkt noch die Androhung hinterher, falls nochmal was sein sollte, muss JEDER dafür büßen! Wunderbar, Kollege Vollsuff rempelt stockbesoffen ´nen Polizisten an – Fancorner weg! Einer baut scheiße, alle werden bestraft. So etwas darf nicht sein!

20140419_172435 - KopieUnd nun kommt der heutige Spieltag ins Spiel: Ein Zeichen muss gesetzt werden, ohne jedoch sich selbst noch weiter in die Scheiße reiten zu können. Und dementsprechend wurde heute von den Ultras und auch größtenteils der aktiven Szene geschwiegen. Sicherlich ein harter Schritt. Jedoch auch einer, den man nicht übersehen bzw. überhören kann. Ob man jetzt damit die Mannschaft bestraft, die anderen Fans oder am Ende doch sich selbst, weil man gehemmt ist zum Supporten, sei mal dahingestellt. Die Saison ist gelaufen, Europa-League… nein Danke. Der perfekte Zeitpunkt ist nun da. Daher kann man der Legio bei diesem Schritt nur gratulieren. Alles richtig gemacht.

Doof nur, dass Eventfan 1 bis 27500 damit alles andere als begeistert war, schließlich ist ein Fußballspiel ohne Stimmung wie ein Spiel in Hoffenheim: Einfach scheiße. Dementsprechend negativ waren auch die Äußerungen, die während dem Spiel und danach im Internet losgelassen wurde. Da von denen eh keiner den Mumm hat, dies auch direkt den betroffenen Personen, in diesem Fall die Ultras, mitzuteilen, sind die eh nicht der Rede wert. Mit Argumente a´la „die MÜSSEN doch supporten“ oder „die sind Schuld das es keine Stimmung gab“ disqualifiziert man sich eh nur selbst…

Kurz nachgeschlagen, aktuell schon jetzt die Standartlänge eines Spielberichts geschrieben, und noch kein Wort über das Spiel selbst erzählt. Also flott durchgehaut: Endergebnis 0:0, ein Sieg wäre für beide Mannschaften nicht wirklich verdient gewesen. Hertha in Halbzeit 1 klar überlegen, wir dafür in Halbzeit 2, wobei die Berliner am Ende sichtlich zufrieden mit diesem einen Punkt sind. Schön, dass bei der Mannschaftsaufstellung der Hauptstädter die alten Spieler plus Trainer bejubelt wurden, unschön das beim Auswechseln von Ndjeng gepfiffen wurde – was habt ihr erwartet? Das er absichtlich ein Eigentor für uns schießt? Auch Daumen hoch dafür, dass Weinzierl anfangs den möglicherweise Bald-Nationalspieler auf der Bank schmorren ließ.

Stimmung auf unserer Seite… siehe Oben. Außer 30-Sekunden Gesänge und Pfiffe gegen die eigene Mannschaft kam nichts. Doch, eine Choreo im O-Block. Sollte sie vom Verein durchgeführt worden sein: Haha! Wenns von irgendein Fanblock im O war: Naja, war in Ordnung, aber toll sieht das jetzt nicht gerade aus… Habt aber ja noch 2 Mal die Gelegenheit zu zeigen, wie man richtig Stimmung und Choreso macht, ohne die Ultras. Viel Glück dazu.

20140419_171734Die ca. 2000 Gäste aus Berlin hinterließen die ersten 5 Minuten einen guten Eindruck. Das Einhaken war hübsch, auch wenn ich es sehr schade fand, dass nicht alle mitgemacht haben. Danach ging die Lautstärke deutlich bergab, so dass man am Ende nichts mehr vom Gästeblock mitbekam. Schade, hätte nach dem sehr guten Heimauftritt der Berliner wesentlich mehr erwartet.

Nach dem Spiel durfte man sich noch etliche „Beschwerden“ gegen die Ultras anhören, was denn ihnen einfiele, keine Stimmung zu machen. Unglaublich, wie niedrig der IQ der eigenen Fans(!!!) manchmal sein kann… Immerhin kann ich mir nun bis zum Ende der Saison die Videos sparen.

NUR DER FCA!!!

Bericht: Hamburg Freezers vs. Eisbären Berlin – 6.12.2013

Servus Augschburger!

20131206_182922 - KopieWie schon im Bericht zum Spiel beim HSV geschrieben, gibt es nun den Report vom Freitagabend Eishockey-Spiel zwischen den Hamburg Freezers und den Eisbären aus Berlin. Sieht man nüchtern betrachtet die beiden Mannschaften an  – Hamburg aktuell eines der Top-Teams der DEL, Berlin auf der anderen Seite Rekordmeister – „könnte“ man hier von einem absoluten Top-Spiel sprechen. Wer sich jedoch mit der Materie Eishockey in Deutschland besser auskennt, weiß das da ein gewaltiger Haken drinsteckt: Die Eisbären, auf der einen Seite, wurde als traditionsreicher Ostklub-Verein gegründet, welcher immer noch bekannt ist unter (einer) seiner alten Namen SC Dynamo Berlin. Durch die üblichen Vorgehensweisen wurde daraus eben der aktuelle Name „Eisbären Berlin“, da für die Besitzer „Dynamo“ sich zu ostdeutsch anhörte. Hamburg auf der anderen Seite hat gar keine Tradition. Denn: Der Verein hieß früher Münchner Barons und wurde aufgrund mangelnder Interesse aus München nach Hamburg verlegt. Das der Ursprungsverein selbst durch einen anderen entstanden ist, scheint den Verantwortlichen wohl egal gewesen sein. Hauptsache es bringt Kohle…

20131206_183848 - KopieAls wären die beiden „Geschichten“ der Vereine nicht schon schlimm genug, kommt jetzt eben der Punkt, warum dies KEIN Duell ist: Beide Vereine gehören derselben Person. Nämlich Philip Anschutz bzw. dessen Anschutz Entertainment Group. Tja, was im Fußball in Naher Zukunft durch den Bull Shit aus Österreich passieren kann, ist im Deutschen Eishockey schon längst passiert. Dass sich beide Teams „natürlich“ nicht gegenseitig die Punkte zuschieben, so wie es denen grad passt, wird natürlich keine Mannschaft zugeben. Dass da aber nicht alles mit rechten Dingen zugeht, wird hier aber niemanden verwundern. Und das Highlight dabei noch: Die Gruppe, die beiden Vereinen gehört, ist in erster Linie keine Sportgruppe – sondern wie schon der Name sagt, auf Unterhaltung spezialisiert. Also quasi Eventshows für das Eventpublikum. Bitter, vor allem für die Berliner…

20131206_183838 - KopieDa so ein Event die passende Location braucht, wurde kurzerhand die 02-World gebaut. Sie ist sauber, sie ist modern, sie ist groß, hat nur Sitzplätze und sie ist hässlich. Fertig. Gut dass wir in Augsburg noch Eishockey in einem Stadion spielen, und nicht in so einem Ding.

Und damit das Eventvolk auch unterhalten wird, wurden im gesamten Zeitraum vor Spielbeginn dämliche Spiele und Shows abgehalten. Etliche „knutscht euch wenn ihr euch auf dem Würfel sieht“-Spiele sind schon an sich peinlich ohne Ende. Dass das Maskottchen den Animator spielen muss war auch abzusehen – kennt man schließlich auch schon aus Leipzig. Aber warum zur Hölle müssen die Pucks in das Publikum geschossen werden? Oder warum müssen diese vorher, groß angekündigt, von knapp begleiteten Frauen mit einer beschissenen Choreographie aufgesammelt werden? Sex Sells? Das manche Sachen – z.B. die amerikanischen Eishockey-Jingles – auch schon in Augsburg gibt, ist (leider) nichts Neues. Das hier aber jeden Scheiß damit vollgestopft wurde, dazu noch auf dem Würfel während dem Spiel draufgeschrieben wird, was die Fans „singen“ sollen… Oh Mann. Genau so habe ich mir bisher die NHL vorgestellt. Es fehlte nur noch jemand, der die Nationalhymne sang…

20131206_192907 - KopieEishockey wurde auch noch gespielt. Und wie es schon zu erwarten war, fehlte jegliche Härte im Spiel. Ach was, schaut man sich nur die Anzahl an Strafzeiten an (glaube 6 insgesamt bei beiden Teams), kann sich jeder schon vorstellen, wie das ablief. Bloß nicht einen Spieler vom anderen Team verletzten, war eindeutig die oberste Devise. Beim Spiel selbst sah man aber, warum ganz oben Hamburg steht und Berlin irgendwo unten rumgurkt. 5 gute Minuten der Freezers haben gereicht, um 3 Tore zu schießen, so dass das Spiel im 2. Drittel schon durch war. Berlin hat zwar versucht, nochmal heranzukommen, da der Hamburger Torwart exzellent gehalten hat, blieb es auch bei diesem Endergebnis. Ganz zum Leiden meines Nebenmanns, der Berliner war und zu jedem Powerbreak bzw. Gegentor einen großen Schluck aus dem Flachmann brauchte. Prost!

20131206_193624 - KopieDie Stimmung des Hamburger Publikums kann man relativ gut zweiteilen: Bis zum ersten Tor (0-30 Spielminute) und die Zeit danach bis zum Schluss. Die ersten 30 Minuten waren extrem enttäuschend. So etwas wie eine aktive Szene konnte kaum ausgemacht werden, optisch hat jeder etwas anderes gemacht: Der Eine nahm seine Hände hoch zum Klatschen, der andere klatsche gar nicht, der nächste wiederum klatsche einfach vor sich hin, etc. Zu dem Zeitpunkt war der relativ kleine Berliner Haufen absolut überzeugender! Nach den Toren wurde es bei Hamburg jedoch wesentlich besser. Die Hüpfeinlagen waren richtig gut, die Lautstärke war auch in Ordnung, stellenweise sogar richtig laut. Was aber richtig mies war: Es wurde nur geschätzte 5 unterschiedliche Anfeuerungsrufe verwendet, alle 5 davon die üblichen, die man schon beim Fußball kennt, keine Eigenkreationen, keine mehr-strophigen Lieder, nichts. Zwar kamen hier und da noch ein paar Schmähgesänge gegen die Berliner hinzu, im Großen und Ganzen ist die Hamburger „Lieder“-Wahl aber katastrophal.

20131206_214925 - KopieAufgrund meines Platzes, unterhalb des Gästeblockes, konnte ich nicht genau sagen wie viele Berliner da waren. Laut den Einblendungen auf den Videowürfel waren es jedoch nicht so viele. Wie schon oben geschrieben, fand ich die bis zum Gegentor überzeugender. Klar, ich saß direkt unter Ihnen, aber bei der Anzahl an Leuten war das im Vergleich zu dem großen Bereich gegenüber schon nicht schlecht. Auch die Liederwahl, inklusive Lieder mit längeren Texten, wussten zu überzeugen, dazu noch die typischen Dynamo-Anfeuerungsrufe. Nach den Toren wurde es zwar insgesamt leiser (bzw. die Hamburger lauter), aber an sich hat der Support von Berlin schon gepasst. Top: Selbst nach Spielende wurde, trotz der Klatsche, noch 15 Minuten durchgesungen. Respekt dafür!

Nach dem Spiel ging es noch auf eine Rutschpartie vor der Halle. Im Bus selbst eigentlich dann das Highlight des Abends: Der Busfahrer fuhr, auf Anweisung der Hamburger Fans, 5-mal um dem Kreisverkehr. Leicht schwindelig (ich bin halt nicht mehr der Jüngste) ging es dann zurück in die Stadt. Eindeutig zu viel Event für einen Abend…

Bericht: Hertha BSC vs. FC Augsburg – 30.11.2013

Servus FCA´ler!

20131130_142144 - KopieVerhalten zufrieden sitze ich nun hier und schreibe den Bericht vom letzten Spiel. Verhalten – jedoch nicht wegen der spielerischen Leistung. Die war zwar von beiden Mannschaften eher „naja“, aber mit dem einen Punkt bin ich persönlich doch relativ zufrieden. Was aber mal wieder gar nicht ging: UNSERE Leistungen auf den Rängen!

Früh morgens, ging es mit einem fast vollen Bus (Kulturbanausen!) Richtung ehemalige DDR. Die Fahrt verlief – normal wie immer – völlig ereignislos und das Gebiet im Osten, ich meine nicht Mordor, ist immer noch hässlich ohne Ende.

Überpünktlich erreichte man auch wieder das altehrwürdige Olympiastadion: Für mich DAS schönste Stadion in Deutschland. Von außen besitzt es eine in Deutschland einmalige Architektur,

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welche trotz des hohen Alters nach wie vor so aussieht wie bei der Olympiade 1936. Natürlich, im Innenraum sieht man auch die Arenen-typischen Merkmale, wie nur (!) Sitzplätze, etc. Nichtsdestotrotz ist es auch von Innen „schön“, der Gästeblock enorm groß, keine Fantrennung im Außenbereich des Stadions, kein nervigen Zaun vor der Nase und auch eine Stahlkonstruktionen für die Stühle (wie z.B. in Wolfsburg) fehlen.

Allerdings ist man im Osten, und dies durfte man auch spürbar feststellen. Um es mal kurz zu beschreiben: Wenn mich ein Mann normalerweise so anfasst, wie die Kontrolleure beim Eingang, würde ich ihn mein Knie in den Bauch rammen. Mehr Abtasten geht einfach nicht. Und wenn das nicht schon genug wäre, durfte man beim Betreten des Gästeblockes dieselbe Prozedur, nur etwas kürzer, sich nochmal über sich ergehen lassen… Was haben die erwartet? Das wir da mit 10.000 Mann/Frau einrücken?

20131130_144522 - KopieSo allmählich verging auch die Zeit bis zum Anpfiff, und die Ränge füllten sich auch. Leider war das Stadion nur knapp halbvoll, aber egal. Pünktlich um 15:30 ging es dann auch los, die beiden Mannschaften, bzw. unser FCA plus Halb-Berlin-Halb-FCA-Resterampe betraten den Rasen zu den Klängen von Frank Zanders Hymne (Bombenlied, muss man neidlos anerkennen!), und das Spiel begann. Die Berliner mit gefühlt 100% Ballbesitz, wir gefühlt durchgehend mit 11 Mann im eigenen Strafraum, und wann auch immer wir den Ball bekamen, wurde er gefühlt einfach in die gegnerische Hälfte geschossen. Damit ist eigentlich auch das ganze Spiel beschrieben. Berlin konnte sich zwar hin und wieder durch unsere „Augsburger Betonmauer“ durchgraben, wirklich gefährlich wurden sie bis auf 1, 2 Chancen eher nicht. Unsere „Stürmer“, sofern sie überhaupt auf den Platz standen, haben zumindest hin und wieder versucht, irgendetwas vorne zu reißen. Allerdings auch nicht gerade von Erfolg geprägt. Schlussendlich ging das Spiel wohl 20131130_153711 - Kopie (2)mehr als gerecht mit 0:0 aus. Zwar wollten wohl die Berliner „mehr“ als nur den einen Punkt, einen Sieg hätten die (genauso wie wir) nicht verdient gehabt. Als Erkenntnis blieben die 2 Punkte zurück, dass man 1) wohl schon jetzt versucht hat, eine Mauertaktik für den DFB-Pokal einzuspielen, und 2) wir auch Auswärts gegen eine spielerisch sehr starke Berliner Mannschaft mithalten können.

Das Spiel war also, von der Ausbeute her, zufriedenstellend. Kommen wir jetzt zu den Leistungen auf den Rängen. Heute fange ich mal mit den Berliner an. Um es kurz zu machen: Super Stimmung! Auch wenn es hier und da, im Verhältnis, leiser wurde, war dies doch bis jetzt der stärkste Support bei einem Auswärtsspiel diese Saison. Zwar hätte es für meinen 20131130_153711 - KopieGeschmack mehr Hüpfeinlagen geben können, dennoch wurde es stellenweise brachial laut, so dass man sein eigenes Wort kaum mehr noch verstand, Fahneneinsatz war auch gut, und die Mitmachequote in der Ostkurve war auch mehr als in Ordnung!

Tja. Waren die einen so gut, dass wir unseren eigenen Gesang kaum hörten, müssen wir einfach unglaublich schlecht gewesen sein. Oder um es anders zu schreiben: 100 Leute reichen halt einfach nicht, um gegen eine gutaufgelegte Ostkurve anzukommen. Obwohl man mit zufriedenstellend knapp 1000 Leute den Gästeblock bevölkerte, machten mal wieder nur die 100 üblichen Verdächtigen mit, während der Rest sich aufs Bier holen, Bier saufen, doof reinschauen, sich über 20131201_100737 - KopieFahnen aufregen, von den Fahnen flüchten, auf Anweisungen des Capos scheißen, usw. beschränkten. Unverständlich für mich, wieso man so eine weite Strecke fährt, und dann auch noch die Dreistigkeit besitzt, zu behaupten, „mit meiner Anwesenheit im Gästeblock unterstützte ich den FCA“. Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt: Den Spielern wird es scheißegal sein, ob ihr euch im Gästeblock befindet oder nicht. Die werden während dem Spiel echt auf andere Sachen konzentriert sein. Die Stimmung aber, werden die garantiert mitbekommen. Insidertipp von mir: Man kann auch Fußball schauen, wenn man nebenbei mitsingt. Muss man schließlich nicht 90 Minuten, aber mehr als die üblichen 2 Minuten (1 Minute zu Beginn, eine am Ende) wären schon mal schön! Rest (Liederauswahl, Fahnen, etc.) war aber ganz okay.

Nach dem Spiel ging es zum Hotel. Von hier aus suchte jeder das auf, was einen nach so einem Spiel glücklich macht: Alkohol, Frauen, Fitness-Center, Kultur, Drogen, etc. Am Morgen danach  stellte man noch erstaunt fest, dass man zum Protein-Shake mixen 2 Longdrink-Gläser absolut ausreichen und 20131130_205350 - Kopiedie Berliner anscheinend ihre Rühreier kalt essen. Na Mahlzeit! Mit dem Gefühl, froh zu sein dass man bald wieder die geilste Stadt der Welt erreicht, verging die Rückfahrt wie im Flug.

NUR DER FCA!!!

Vorbericht: Hertha BSC vs. FC Augsburg – 30.11.2013

Servus FCA-Fans!

Am Wochenende geht es für uns zur Alten Dame nach Berlin. Normalerweise ein völlig normales Bundesliga-Spiel, ist dies jedoch ein besonderes, da wir neben unseren alten Trainer Jos auch etliche andere alte (Aufstiegshelden)/ Spieler des FCA wiedersehen werden, darunter Hosogai und Ndjeng.

Da ich bisher nur mit dem Zug oben war, kann ich leider nichts genaueres zu den Bus/PKW-Parkplätzen schreiben. Diese befinden sich auf dem Parkplatz P4 und P5. Laut der Beschreibung befinden sich diese jedoch unmittelbar vor der Berliner Ostkurve wieder. Daraus resultierend ist ein Zusammentreffen mit der aktiven Szene der Berliner quasi vorprogrammiert. Also kein unnötigen Provokationen 😉

Die Zugfahrer müssen (vermutlich vom Bahnhof Spandow) zur S-Bahn-Station Olympiastadion. Dieser kann in ca. 10 Minuten erreicht werden. Auch hier ist ein Zusammentreffen mit Berlinern unausweichlich.

Das Stadion selbst, von außen immer noch genau das gleiche wie früher, ist einer der wenigen All-Seater in Deutschland. Das heißt, es gibt keinen reinen Stehplatzblock. Da der Gästebereich aber extrem groß ist, und wir garantiert den Platz nicht vollkommen ausnützen, sollte dies kein Problem sein. Soweit ich mich noch erinnern kann, wurde im Stadion nur mit Bargeld bezahlt, kann mich diesbezüglich aber auch täuschen. Die aktive Szene der Berliner, befindet sich in der Ostkurve. Die federführende Gruppe, die Harlekins Berlin, plus Umfeld gehören sicherlich zu einen der besten Gruppen in Deutschland, vor allem da ihre Auftritte im heimischen Stadion sich immer sehen lassen können!

Erlaubt ist im Stadion, ausgenommen von so wahnsinnig bösen Sachen wie Pyro-Gegenstände, fast alles. Dafür sind die Kontrollen eher streng, und auch die Promille-Grenze von 0,8 ist eher gering. Säuft euch also lieber nach dem Spiel einen an, wenn wir gewonnen haben, davor kann es zu Problemen kommen!

Spielerisch sollte es eigentlich eine klare Sache für die Berliner sein, wenn man die Tabellensituation berücksichtigt. Da aber die Hertha uns in Liga 1 noch nie geschlagen hat, und Luhukay bestimmt Rücksicht auf uns nimmt ( :> ), behaupte ich einfach mal, dass wir gewinnen. Dreckig, vielleicht auch unverdient, aber egal!

2:1 für uns!

NUR DER FCA!

(Ein Comic für dieses Spiel wird es aufgrund Zeitproblemen nicht geben, die nächsten werden wohl Bayern und Frankfurt werden)